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Tiergestützte Aktivitäten

Mit "Amelie" und "Miss Bacon" sind Ende des Jahres 2018 die ersten zwei Schweine in die Klinik eingezogen. Ein fundiertes Konzept, fachliche Beratung und Schulung und der Bau von Stall, Lagerräumen und Weide gingen der Anschaffung der beiden Ferkel voraus. Das alles haben Patienten und Mitarbeiter in Eigenregie gemacht.

Die Schweine in der Forensik sind nicht zur Fleischgewinnung gedacht. Erstens unterstützen wir damit den Erhalt der seltenen Rasse "Rotbuntes Husumer Schwein". Zweitens sind die Schweine ein Baustein in unserem Therapiekonzept. Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen, Ordnung halten, für Sauberkeit sorgen und auch Ruhe ausstrahlen, um dem Tier Sicherheit zu geben - das sind Fähigkeiten, die viele unserer Patienten erst erlernen müssen. Dies gelingt im Umgang (fachlich angeleitet) mit einem Tier optimal.

Außerdem tritt ein Tier jedem Menschen vorbehaltlos gegenüber. Das Tier bewertet nicht, ob jemand groß oder klein ist, intelligenzgemindert oder nicht - auch nicht, ob jemand durch das soziale Netz gefallen ist. 

Für die Patienten bedeuten der Bau des Stalls und die Pflege der Schweine Erfolgserlebnisse, Bestätigung und der tägliche Blick auf ein Projekt, das sie selbst mit gestaltet haben. Auch Misserfolge, wie etwa fehlendes Vertrauen und wie man es wieder herstellt, lassen sich mithilfe der Tiergestützten Aktivitäten erleben und bearbeiten.

Zudem besuchen uns regelmäßig auch andere Tiere zur Tiergestützten Therapie. Pferde, Hühner, Katzen, Hunde und auch Schnecken bergen verschiedene Ansätze in sich, um mit den Patienten therapeutisch zu arbeiten. So fordert etwa die Achatschnecke Ruhe ein, das Pferd muss selbstsicher geführt werden, der Hund freut sich über Streicheleinheiten und kleine Aufgaben.