
Angehörigenarbeit und Personalgewinnung auf der Tagesordnung
Das inzwischen 17. Treffen fand vom 15. bis 16. März 2012 in der Christophorus Klinik in Münster-Amelsbüren statt. Bei diesem Treffen wurden aktuelle Entwicklungen in den Bundesländern beraten. Das Thema Personalgewinnung für die Einrichtungen der forensischen Psychiatrie wurde dabei ebenso diskutiert, wie der Einsatz des Bundesfreiwilligendienstes und eine Optimierung der Angehörigenarbeit im Maßregelvollzug. Prof. Dr. Dieter Seifert, der Ärztliche Direktor der Christophorus Klinik, referierte über die Entwicklungen der letzten 25 Jahre im Maßregelvollzug. Eine Besichtigung der Forensik rundete das Treffen am zweiten Tag ab.
Im Netzwerk Forensik, das 2003 in der Bundesfachvereinigung Leitender Pflegepersonen der Psychiatrie (BFLK e.V.) gegründet wurde, haben sich Pflegedirektoren und Pflegedienstleitungen forensischer Kliniken und Abteilungen zusammengefunden, um aktuelle Entwicklungen im Maßregelvollzug zu beraten und auch Stellung zu beziehen. Das Netzwerk tagt zweimal jährlich. Das nächste Treffen wird im Herbst in München stattfinden.
Münster-Amelsbüren. Auf dem Weg in seine Gemeinde muss er Barrieren überwinden: Das Wachpersonal sucht den Augenkontakt, die Metallschlösser klicken, Sicherheits-Schleusen muss er hinter sich lassen. Schließlich holt er noch jenen Pieper aus seinem Fach, der ihn zu jeder Zeit mit den Sicherheitsbeamten der Klinik für psychisch kranke, intelligenzgeminderte Straftäter verbindet. Und auch wenn Pfarrer Bernhard Hertwig die Forensik in Münster-Amelsbüren schon betreten hat, bleibt die Situation mit den Menschen seiner Gemeinde eine außergewöhnliche. In die Zimmer der Patienten hinter den Sicherheitstüren geht er nur in Begleitung, und auch zu den Gottesdiensten kommen sie unter Aufsicht. "Vier Patienten haben dann ein Begleiter", erklärt Hertwig.
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