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Tierische Erweiterung der Forensik

Besonderer Neubau in der Christophorus Klinik.

Die ersten Bagger sind angerollt, die Baugrube ist ausgehoben – der Neubau in der Forensik ist gestartet. Allerdings ziehen keine neuen Patienten ein, sondern etwa vier bis sechs putzige Ferkel. Die Pflege und der Umgang mit den heranwachsenden Schweinen wird künftig ein Baustein in der Therapie von Patienten des Maßregelvollzugs in der Christophorus Klinik sein.

Dabei tun die Mitarbeiter und Patienten der Christophorus Klinik auch noch ein gutes Werk, denn mit den Rassen „Bunte Bentheimer“ und „Husumer Protestschwein“ ziehen zwei Nutztierarten ein, die vom Aussterben bedroht sind. Neben der großzügigen Stallanlage können sich die Vierbeiner zudem auf einen riesigen Auslauf freuen, in dem sie nach Herzenslust wühlen können. 

Besuch im Polizeipräsidium

Wer übernimmt welche Aufgaben im Krisenfall? Was bezeichnet man als „Lage“, oder sogar „Großlage“? – Der enge Kontakt mit dem Polizeipräsidium Münster ist uns ein großes Anliegen. Konzepte, Ansprechpartner, Kommunikationsketten, Gebäudebeschaffenheiten, Sicherheitstechnik und vieles mehr muss gegenseitig bekannt sein. Am gestrigen Dienstag besuchten wir die Beamten, die im Ernstfall für unsere Forensik zuständig sind, am Friesenring in Münster.

Neben dem Austausch von konkreten Fragen, die wir im Gepäck hatten, nahmen sich die Polizisten spontan Zeit, um uns ihre Arbeitsbereiche vorzustellen. Von der Leitstelle, in der alle Notrufe eingehen, über den  Lagebesprechungsraum bis hin zur Wache, in der Anzeigen aufgenommen werden, konnten wir in spannende Bereiche hereinschauen. Auch in den Zellen durften wir Probe sitzen. Die Polizeihauptkommissare (PHK) Nadine Kunter und Heribert Kreuter begleiteten uns dabei. Herzlichen Dank für die Mühe!

Foto: (v.l.n.r.) PHK Heribert Kreuter, Inge Gausepohl (Qualitätsmanagement Christophorus Klinik), PHK Nadine Kunter und Martin Stegemann (Sicherheitsfachkraft und stellv. Pflegedirektor Christophorus Klinik). Foto: Echelmeyer

„Bin ich sicher vor den Tätern?“

AlexTalk zum Thema Forensik – Vor- und Nachsorge große Themen.

„Ich nehme viele Anregungen aus dem heutigen Gespräch mit“ versicherte Maria Klein-Schmeink nach dem jüngsten AlexTalk am vergangenen Dienstag. Gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor der Christophorus Klinik, Prof. Dr. Dieter Seifert, hatte die Grünen-Bundestagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecherin der Partei auf dem Podium zum Thema Maßregelvollzug Rede und Antwort gestanden. Ein brandaktuelles Thema in Münster, wie die Lockerungsdebatte am Klinikstandort Amelsbüren erst unlängst gezeigt hatte.

Nach einer allgemeinen Einführung über Forensische Psychiatrie ging es schnell ans Eingemachte, Moderator Stefan Werding von den Westfälischen Nachrichten lud schon während des Vortrags immer wieder zu Fragen ein, was die Zuhörer in der Alexianer Waschküche gerne annahmen.

„Bin ich vor den Tätern sicher?“ startete eine junge Frau in die Diskussion – rund 8.000 Patienten leben derzeit im Maßregelvollzug. Sie alle hat das Gericht aufgrund einer psychischen Erkrankung für vermindert schuldfähig oder ganz schuldunfähig erklärt. „Gefährlichkeitseinschätzung gehört zur alltäglichen Arbeit in der Forensik“, antwortete Seifert. Durch therapeutische Maßnahmen, eine vertrauensvolle Bezugspflege auf den Stationen und kleinschrittige Lockerungsstufen, die teils über Jahre gehen, lernen die Therapeuten die Patienten sehr gut kennen. Anhand dieser umfangreichen Informationen wird die Gefährlichkeit der Patienten eingeschätzt, die Basis für den weiteren Werdegang des Patienten sind: Verbleib in der Klinik oder nächste Lockerungsstufe bis hin zur Beurlaubung und Entlassung? Durch die intensive und langfristige Behandlung von forensischen Patienten lassen sich die im Vergleich zum Regelvollzug (Justizvollzugsanstalten) niedrigen Rückfallzahlen erklären.

In einem waren sich Zuhörer und Referenten sehr einig: Vor- und Nachsorge für psychisch Erkrankte, aber auch für die, die Täter geworden sind, müssen weiter ausgebaut werden. Das beginne schon bei der Grunderkrankung: Oftmals monatelange Wartezeiten auf einen Therapieplatz bei schwerwiegenden psychiatrischen Diagnosen können diese verstärken. Ebenso sind nach einem Aufenthalt im Maßregelvollzug häufig nur mit erheblichem Aufwand geeignete Nachsorgeeinrichtungen wie Wohnheime zu finden. Ein Patient wollte gar nach seiner Entlassung in der Christophorus Klinik bleiben, weil er keine Unterkunft fand, berichtete Seifert. Ein Zuhörer fasste zusammen: „Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem!“, was Klein-Schmeink und Seifert bestätigten. Zum Thema Opferschutz: „Auch die Therapie der Täter ist Opferschutz“. Für Täter und Opfer müsse es passgenaue Hilfesysteme geben.

Frau Klein-Schmeink nannte als Musterbeispiel die skandinavischen Länder: Hier gebe es in gemeindlichen Einrichtungen schnelle, multiprofessionelle Hilfe für psychisch Kranke. Mitarbeiter seien dort übergreifend als Seelsorger und Erst-Therapeuten tätig. „Wir dürfen Menschen mit psychischen Erkrankungen jeder Art nicht so lange alleine lassen“, so die Politikerin.

Und auch im Maßregelvollzug gibt es noch Verbesserungsbedarf, wie beide Referenten abschließend betonten. Ein erster Schritt ist eine Gesetzesnovelle vom 1. August 2016, nach der nunmehr die Gerichte intensiver die Verhältnismäßigkeit der Unterbringungsdauer überprüfen müssen. Im Klartext heißt das, dass Patienten, die ein vergleichsweise geringes Delikt begangen haben, nicht mehr unverhältnismäßig lange Jahre in den Kliniken bleiben sollen. Derzeit sei es immer noch so, dass psychisch kranke Rechtsbrecher deutlich länger der Freiheit entzogen werden als psychisch gesunde Straftäter.

 

Einer der besten Arbeitgeber!

Die Alexianer Christophorus GmbH ist Anfang Februar 2017 als einer der besten Arbeitgeber im Münsterland ausgezeichnet worden. Beim Wettbewerb „Great Place to Work“ erreichte die Forensische Klinik den fünften Platz im Bereich 50-500 Mitarbeiter.  

Den gesamten Artikel aus den Westfälischen Nachrichten finden Sie hier:

http://www.wn.de/Muensterland/2688474-Zufriedenheit-senkt-Krankenstand-Beratungsinstitut-Great-Place-to-Work-zeichnet-Beste-Arbeitgeber-im-Muensterland-aus

Ausgangsregelung: Ergebnisse der Gespräche

Der Klinikbeirat hat in seiner Sitzung am 7. Juli 2016 die Klinikleitung gebeten, Gespräche mit der Bürgerinitiative zur strittigen Lockerungsregelung auf dem Alexianer-Campus aufzunehmen und diese Gespräche durch eine externe neutrale Instanz beraten zu lassen. Im Januar konnte nunmehr in den durch Herrn Ruprecht Polenz moderierten Gesprächen eine Einigung erreicht werden. Die Inhalte dieser Einigung finden Sie nach einem Klick auf diesen Link.

Musikalische Reise mit Live Music Now

Zu einer musikalischen Reise um die Welt luden zwei Geigerinnen die Patienten der Christophorus Klinik ein. Vom Ungarischen Tanz bis hin zu Liedern von Tschaikowsky aus dem fernen Russland über Walzerklänge aus Österreich führten die beiden Damen der Agentur Live Music Now charmant durch den Nachmittag. Live Music Now bringt Künstler und Musik zu Menschen, die nicht zur Musik kommen können, etwa durch körperliche Versehrtheit, Haft oder andere Umstände.

Für besondere Begeisterung sorgten die Weihnachtslieder am Ende des Konzertes, die die Patienten klatschend und singend begleiteten und die die Christophorus-Kapelle zu einem festlich-stimmungsvollen Umfeld werden ließen. 

Forensik Forum 2017

Unser Programm für das Forensik Forum 2017 steht! In diesem Jahr freuen wir uns, Sie bei insgesamt vier Veranstaltungen zu begrüßen. Wie üblich sind die Termine an einem Donnerstag um 19 Uhr im Kunsthaus, der erste ist jedoch eine Ausnahme!

Weitere Informationen finden Sie hier (klick). Wenn Sie ein oder mehrere gedruckte Exemplare wünschen, senden wir Ihnen diese gerne zu. Melden Sie sich dazu einfach bei der Unternehmenskommunikation, Fr. Echelmeyer.

Forensik Forum: „Fiction trifft Reality“ erst im Dezember

Rechtsmedizinerin Heidi Pfeiffer später bei Alexianern zu Gast.

Die für Mitte November geplante Abschlussveranstaltung des Forensik Forums 2016 der Alexianer wird in die Weihnachtszeit verschoben. Rechtsmedizinerin Prof. Dr. Heidi Pfeiffer spricht am Dienstag, 20. Dezember 2016 bereits um 18 Uhr, über die Unterschiede und Ähnlichkeiten der Rechtsmedizin im Alltag und im Fernsehen. Arbeiten Tatort-Boerne und Co. immer lege artis? „Fiction trifft Reality“ ist der spannende Titel des Abends.

Fit im Sattel

Forensik Patienten machen Fahrradtraining

Eine Hauptstraße sicher überqueren, im Kreisverkehr richtig handeln, Verkehrszeichen interpretieren: Was für Viele selbstverständlich ist, ist für Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung eine Herausforderung. Besonders, wenn man dabei noch auf der Leeze unterwegs ist. In der Christophorus Klinik endete jetzt ein besonderes Projekt zur Verkehrssicherheit der Patienten – natürlich mit Abschlusstest und gemeinsamer Fahrt auf dem Rad.

Der Helm sitzt, die Reifen noch schnell aufgepumpt, so konnte sie losgehen, die Abschlussfahrt der drei Patienten aus der forensischen Christophorus Klinik in Münster. Die drei Herren hatten gemeinsam mit Sandra Elfers aus dem Pflegeteam in den Wochen zuvor auf diesen Tag hingearbeitet. Verkehrsregeln büffeln, Sicherheit im Sattel erproben und die Testfahrt vorbereiten stand dabei auf ihrem Programm. Alle drei Patienten haben den entsprechenden Lockerungsstatus, sich in Amelsbüren und Senden begleitet und andernorts ohne Betreuung aufhalten zu dürfen.

Am letzten Projekttag Mitte September starteten sie dann unter den prüfenden Blicken zweier Polizeibeamter zur Tour. Ergebnis: Bestanden! Alle drei Teilnehmer sind fit für den Straßenverkehr, so dass nun eine größere herbstliche Tour geplant werden kann.

„Er fing die Fliegen in dem Haus und riss ihnen die Flügel aus“

 Forensik Forum der Alexianer zu Tierquälerei im Kindesalter

Schon im Kinderbuchklassiker „Struwwelpeter“ gibt es ihn, den Wüterich Friederich, der zum Vergnügen Tiere quält. Unlängst geriet eine Jugendliche durch die Tötung mehrerer Ponys in die Schlagzeilen. Doch was steckt hinter kindlicher Tierquälerei – und was kann sich daraus entwickeln? Mit Dr. Nikolaus Barth von der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik Duisburg-Essen ist beim nächsten Forensik Forum der Alexianer ein Experte auf diesem Gebiet zu Gast.

Das Forensik Forum ist am Donnerstag, 22. September 2016, 19 Uhr im Kunsthaus Kannen.

Nikolaus Barth wird in seinem Vortrag vor allem auf frühkindliche Warnhinweise für dissozial-delinquente, aber auch forensisch-relevante Entwicklungen im Jugendalter eingehen, und wie man frühzeitig intervenieren kann. Im Anschluss ist eine Diskussion mit dem Referenten geplant. Der Eintritt ist wie immer frei.  

Im Dialog bleiben

Beirat der Forensik spricht Klinikleitung Vertrauen aus.

Weiter im Dialog bleiben und einen neutralen Moderator suchen, das Ganze mit dem vollsten Vertrauen der Mitglieder – das sind die drei Kernergebnisse der jüngsten Sitzung des Klinikbeirates der Christophorus Klinik am vergangenen Donnerstag.  Der Dialogprozess mit der Nachbarschaft soll durch einen neutralen Moderator begleitet werden. Erste Vorschläge für Moderatoren aus den Reihen des Beirates hatte die Bürgerinitiative unlängst abgelehnt.

Die Klinikleitung, der der Beirat einstimmig das Vertrauen aussprach, versicherte, die Gespräche im Sinne der Anwesenden mitzuführen – „Allerdings“, so bemerkte Alexianer-Regionalgeschäftsführer Stephan Dransfeld, „sollen die Gespräche lösungsorientiert und konstruktiv ablaufen. Wir wünschen uns Klarheit für unsere künftige Arbeit“. Bis zu einer endgültigen Entscheidung, die auch vom Landesbeauftragten für Maßregelvollzug, Uwe Dönisch-Seidel, mitgetragen werden muss, bleibt es bei der bisherigen Praxis: Keine unbegleiteten Ausgänge von forensischen Patienten in den Orten Amelsbüren und Senden – auch nicht auf dem Alexianer-Campus.

Moderationsangebot abgelehnt

Die Bürgerinitiative „Sicherheit vor Therapie“ hat das Vermittlungsangebot durch die evangelische Superintendentin Meike Friedrich und den katholischen Stadtdechanten und Klinikbeiratsvorsitzenden Jörg Hagemann abgelehnt. Die beiden Beiratsmitglieder wollten zwischen Bürgerinitiative und der Klinikleitung moderieren. Die Bürgerinitiative will ausschließlich mit einem Vermittler ins Gespräch gehen, der nicht im Klinikbeirat ist. „Leider kommt es daher nicht zu einem von uns moderierten Gespräch zwischen Klinikleitung und Bürgerinitiative“, so Hagemann, „Wir stehen aber weiterhin als unabhängige Moderatoren zur Verfügung“, bekräftigen Friedrich und Hagemann. Das Moderationsangebot wurde durch den Klinikbeirat der Christophorus Klinik bei seiner letzten Sitzung mit einstimmiger Mehrheit angeboten.

Aufgabe des neutralen Klinikbeirates ist es, die Fachklinik für forensische Psychiatrie in konzeptionellen und organisatorischen Fragen des Maßregelvollzuges und der Wiedereingliederung zu beraten. Darüber hinaus gehört zu diesem ehrenamtlichen Arbeitsbereich Verständnis und Akzeptanz für die Aufgaben des Maßregelvollzuges in der Öffentlichkeit zu fördern. Der Beirat setzt sich zusammen aus Vertretern der Nachbarschaft, politischen und kirchlichen Gremien, Vertretern aus Polizei, Justiz und Behindertenhilfe.

Presseinformation des Klinikbeirates

In die Diskussion um eine geplante Veränderung der Ausgangsregelung für Forensik-Patienten in Amelsbüren kommt Bewegung: Der Beirat der Christophorus Klinik der Alexianer bietet an, zwischen Klinikleitung und Bürgerinitiative zu moderieren. „Wir streben einen Dialog mit allen Beteiligten an und betrachten dies als unsere Aufgabe als Beirat“, so Stadtdechant Pfarrer Jörg Hagemann als Vorsitzender des Gremiums. Hagemann und Superintendentin Meike Friedrich, haben sich in der Sitzung bereit erklärt, die Moderation zu übernehmen. Der Klinikbeirat hat sich einstimmig hinter dieses Gesprächsangebot gestellt.

Der Klinikbeirat hat sich in einer Sitzung am Montagabend selbst in der Frage Ausgangsregelung nicht positioniert. Der Beirat setzt sich zusammen aus Vertretern der Nachbarschaft, Stadtverwaltung und Politik, Vereins- und Kirchenvertretern, Polizei, Justiz, Behindertenhilfe und weiteren Mitgliedern.  Insgesamt gehören ihm 32 Personen an. „Damit können wir eine breite Diskussion in Gang bringen und versuchen, die Interessen von Patienten, Anwohnern und Klinik im Sinne einer einvernehmlichen Lösung auszugleichen“, so der Stadtdechant.

Aufgabe des Klinikbeirates ist es, die Fachklinik für forensische Psychiatrie in konzeptionellen und organisatorischen Fragen des Maßregelvollzuges und der Wiedereingliederung zu beraten. Darüber hinaus gehört zu diesem ehrenamtlichen Arbeitsbereich Verständnis und Akzeptanz für die Aufgaben des Maßregelvollzuges in der Öffentlichkeit zu fördern.

"Ein Jahr, das mich extrem nach vorne gebracht hat"

Wie Henry Tertilt sein FSJ in der forensischen Psychiatrie erlebt.

Wer sich auf den Weg zum Arbeitsplatz des FSJlers Henry Tertilt macht, der merkt schnell, dass es sich bei seiner Einsatzstelle um keine Klinik im herkömmlichen Sinne handelt. Rund um das Gelände steht ein 5,50 Meter hoher Stacheldrahtzaun, zahlreiche Kameras sichern das Gelände, so dass keine Person ungesehen den Gebäudekomplex verlässt.  Vor Eintritt in das Gebäude muss zunächst eine Sicherheitsschleuse durchquert werden. Der Personalausweis wird abgegeben, persönliche Gegenstände in Schließfächern verwahrt und durch eine Glasscheibe hindurch spricht ein Mitarbeiter des Pfortendienstes mit einem. Henry absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr in der Fachklinik für forensische Psychiatrie, der Christophorus Klinik in Münster. In ihr werden 54 straffällig gewordene, intelligenzgeminderte Patienten behandelt, bei denen das Gericht eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet hat.

„Am Anfang war es schon aufregend“, berichtet Henry. „Aber Angst hatte ich eigentlich nie.“ Denn die Sicherheit stehe hier an erster Stelle. Umso gründlicher wurde er in das FSJ eingearbeitet, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. „Man sollte hier schon Selbstbewusstsein mitbringen und sich durchsetzen können, das ist klar.“ Wichtig sei: „Man darf hier nicht unachtsam sein!“ Und trotz allem seien hier vor allem Empathie und Teamfähigkeit wichtig, sagt der FSJler, wenn er über seine Aufgaben spricht. Es gehe eben häufig einfach darum, sich mit den Patienten zu unterhalten. Denn die Arbeit in der Klinik sei auch Beziehungsarbeit, bei der aber immer das Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz bewahrt werden müsse. „Man lernt die Menschen schnell kennen“, sagt Henry. Und die Gespräche mit den Patienten sind meist sehr interessant und tun den Patienten gut. „Es ist wichtig, sich mit den Menschen zu unterhalten, denn jeder Patient bringt hier seine eigene Geschichte mit“.  So individuell wie die Biographien der Patienten sind dann auch die Therapien. Ein Team aus Ärzten, Sozialarbeiten, Therapeuten sowie Gesundheits- und Krankenpfleger arbeitet dabei Hand in Hand. Viele Menschen werden bereits seit vielen Jahren in dieser Klinik behandelt. Eine hohe Fluktuation gibt es hier ohnehin nicht. Auch das unterscheidet die Christophorus Klinik von anderen Kliniken. Denn für viele Patienten sei die Forensik auch ein Ort der Sicherheit, meint Henry. „Hier bekommen sie Halt und Ordnung, die sie sich sonst nicht selber geben könnten.“

Seine Aufgaben mit den Patienten sind sehr vielfältig. Früh morgens um 6.15 Uhr beginnt die Frühschicht. Nach dem Aufschluss der Patienten aus ihren Zimmern bereiten diese das Frühstück selbstständig vor. Er begleitet sie bei ihren Mahlzeiten und schickt sie zu ihren Aktivitäten und Therapien, unterhält sich oder treibt Sport mit ihnen, spielt Kicker und Fußball. Aber auch Hol- und Bringdienste sowie Büroarbeit müssen von ihm durchgeführt werden. Abends um 21:30 Uhr ist schließlich „Einschluss“ für alle Patienten, sie müssen dann auf ihre Zimmer gehen. Bei all den Aktivitäten gehe es darum, die Eigenständigkeit der Personen zu stärken. So werde den Patienten eben auch Verantwortung im Alltag übertragen, berichtet der 19jährige FSJler. Sie sind selber etwa für Essensdiente zuständig, und können hergestellte Produkte aus der Werkstatt an Interessierte verkaufen lassen. Die Bewältigung alltäglicher Probleme im Zusammenleben mit anderen psychisch kranken Menschen stehe dabei im Vordergrund. In vielen Lernfeldern werden Fähigkeiten trainiert, um die Eigenverantwortung zu stärken. „Wir versuchen schon, den Patienten vieles zu ermöglichen“, sagt Henry. Schließlich ist es langfristiges Ziel, die Patienten auf ein Leben außerhalb der forensischen Klinik vorzubereiten, ohne dass sie in straffälliges Verhalten zurückfallen.

Die Entscheidung für den FSJ-Platz in der Forensik hat Henry sehr bewusst gewählt. „Ich wollte nicht direkt vom Lernen in der Schule zum Lernen in der Uni. Ich wollte praktische Erfahrungen sammeln und meine Zukunftsplanung konkretisieren.“ Dazu hilft ihm der Freiwilligendienst in der Christophorus Klinik, denn schließlich will er nach dem FSJ eine Ausbildung zum Krankenpfleger absolvieren und danach Medizin studieren. 

In einem Monat endet der Freiwilligendienst von Henry. Was hat ihm das Jahr gebracht? „Die Tätigkeiten hier haben mich extrem nach vorne gebracht“, resümiert er. „Ich bin offener geworden und habe gelernt Verantwortung zu übernehmen.“ Der Freiwilligendienst habe ihm Einblicke ermöglicht, die er so wohl nie bekommen hätte. „Das war eine große Bereicherung“ sagt er. Umso selbstbewusster kann er nun seinen Berufswunsch verfolgen.

 

Mit freundlicher Genehmigung von www.freiwilligendienste-muenster.de

 

 

Einladung zum Informationsabend

Wir möchten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zu einem Informationsabend einladen, der die Möglichkeit bietet, im persönlichen Kontakt mehr zu erfahren über die Behandlung forensischer Patienten. Insbesondere wollen wir Einblick geben in den gesetzlich geregelten Bereich der Lockerungen.

Termin: Mittwoch 25. Mai 2016, 18.30 Uhr im Autohaus Wiesmann (MS-Amelsbüren)

Moderation: Stefan Werding (Westfälische Nachrichten)

Auf Ihren Besuch freuen wir uns! Der Eintritt ist frei.

Herzliche Einladung zum Symposium

Seit fünf Jahren gibt es die Christophorus Klinik in Münster-Amelsbüren. Aus diesem Grund möchten wir Sie herzlich zu einem Symposium rund um das Thema Maßregelvollzug einladen. Experten aus verschiedenen Bereichen betrachten das Thema Forensik aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Wir freuen uns sehr, wenn auch Sie am 2. und 3. Juni 2016 unser Gast sind!

Weitere Informationen erhalten Sie über einen Klick auf diesen Link.

 

 

Mit GPS den Vermissten auf der Spur

Rettungsübung mit Hundeeinsatz auf dem Alexianer Campus

Am Sonntag, 24. April 2016, verwandelt sich das Gelände der Alexianer in Amelsbüren in ein mobiles Lazarett: Suchhunde, Rettungsteams, zahlreiche Verletzte – so sieht das Szenario aus, das sich etwa von 8 bis 17 Uhr dort abspielt. Aber keine Sorge: Ist alles nur eine Übung! Inszeniert wird die Großrettungsaktion von den Rettungshundestaffeln aus Bocholt und Nordhorn sowie von den Maltesern aus Nordhorn. Zunächst ist am Vormittag ein „Mantrailing“ geplant, also die Flächen- und Spurensuche mithilfe von speziell ausgebildeten Hunden. Am Nachmittag steht dann eine Rettungsaktion mit vielen „Verletzten“ auf dem Plan. Sowohl für die zwei-, als auch für die vierbeinigen Helfer sind regelmäßige Übungen unter echten Bedingungen wichtig, um Routine für Ernstfälle zu sammeln. Die Übungsfläche erstreckt sich auch über das Waldstück am Alexianer-Campus in Richtung Senden und rund um die Forensik.

Mehr als nur Tür auf, Tür zu

Pfortenmitarbeiter der Christophorus Klinik stellen ihre Arbeit vor

Bei den monatlichen Mittwochsfortbildungen der Alexianer gab es am Mittwoch, 23. März, Einblicke in die Arbeit des Pfortenpersonals. Stellvertretend für seine elf weiteren Kolleginnen und Kollegen stellte Olaf Schmechta das umfassende Arbeitsgebiet „Forensik-Pforte“ vor. Von den klassischen Aufgaben einer Schleuse (Einlass, Kontrolle, Warenannahme) bis hin zu kleinen Reparaturarbeiten auf dem Gelände gehen dabei die Tätigkeitsfelder. Viele der Mitarbeiter der Pforte haben einen handwerklichen Beruf erlernt, können also bei Alltäglichem, wie etwa tropfenden Wasserhähnen, zügig helfen. Auch übernehmen sie Begleitfahrten, Veranstaltungsaufbau und Lieferungen innerhalb der Klinik.

Die Pforte ist nie unbesetzt, 24 Stunden ist mindestens ein Mitarbeiter vor Ort, ein zweiter anderer kann in der Zeit Besucher und Lieferanten auf dem Gelände begleiten. Dabei haben die Kollegen alles im Blick: 90 Kameras sind auf dem Gelände der Klinik installiert, alle Bilder laufen in der Pforte zusammen, werden direkt auf unzählige Monitore übertragen und 72 Stunden archiviert. Selbst ein Stromausfall hat keinen großen Einfluss auf den Klinikbetrieb, denn zunächst überbrücken Akkus den Ausfall, bis nach wenigen Minuten die Notstromaggregate einspringen. Dass alles reibungslos läuft, sichern die Kollegen der Pforte. Ohne sie kann nicht einmal der Chefarzt das Gelände betreten oder verlassen.

Die Mittwochsfortbildungen in der Forensik finden regelmäßig zu verschiedenen Themen statt, eingeladen sind alle Alexianer-Mitarbeiter vom gesamten Campus.

Aktualisierung: Unbegleitete Ausgänge auf dem Campus

In den vergangenen Tagen hat es große Unsicherheiten in der Bevölkerung gegeben. Grund war eine Beratungsvorlage für die kommende Sitzung des Klinikbeirates der Christophorus Klinik, in der es um unbegleitete Ausgänge von forensischen Patienten auf dem Gelände der Alexianer - und nur dort - ging. Klinikleitung (Regionalgeschäftsführer Stephan Dransfeld, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Dieter Seifert und Pflegedirektor Renko Janßen) und der Klinikbeiratsvorsitzende, Stadtdechant Jörg Hagemann, haben heute einmütig beschlossen, den Vorschlag eines Beschlusses über unbegleitete Ausgänge auf dem Campus zurückzuziehen.

Das bisher gute nachbarschaftliche Verhältnis, das in den vergangenen Tagen zusehends getrübt wurde, aber auch der Schutz der Bewohner, Patienten und Mitarbeiter vor Anfeindungen stehen dabei im Fokus dieser Entscheidung.

Eine sachliche Diskussion, die wir gründlich vorbereitet hatten, die aus dem Beirat erwachsen war, und der wir uns gerne stellen wollten, ist leider nicht mehr möglich. Der Grund hierfür liegt in der Indiskretion, dass die zunächst beiratsintern verschickte Beratungsvorlage an die Öffentlichkeit und die Presse gelangt war. Dies geschah ohne die Möglichkeit der näheren Erläuterung durch die Alexianer. Wir hoffen, das Vertrauen der Anwohner in uns und unsere therapeutische Arbeit wieder zu stärken und freuen uns weiterhin auf konstruktiven Austausch.

Unbegleitete Ausgänge auf dem Campus

In den vergangenen Tagen gab es große Verunsicherung aufgrund einer Beratungsvorlage des Klinikbeirates für Ausgänge auf dem Alexianer-Campus. Dafür haben wir vollstes Verständnis.

Wir möchten betonen, dass es in der Beratungsvorlage ausschließlich um unbegleitete Ausgänge auf dem Alexianer-Campus geht, nicht darum, gezielte Ausgänge nach Amelsbüren oder Senden zu ermöglichen.

Die Beratungsvorlage im original Wortlaut finden Sie hier, ebenso den Protokollauszug des Planungsbeirates aus dem Jahr 2002 sowie die Erklärung des Rates Senden aus 2002.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Forensik Forum - die Termine 2016

Die Termine für das Forensik Forum 2016 stehen fest. Im Juni veranstalten wir anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Klinik ein Symposium.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer 2016 (Klick).

Vertiefung der gemeinsamen Arbeit

Symposium der Christophorus Klinik mit der Hochschule der Polizei.

Wie gehe ich als Polizist mit psychisch Kranken um? Welche Lehren lassen sich aus dem Fall Mollath ziehen? Die Berührungspunkte von polizeilicher Arbeit und Rechtspsychologie lernten Ende Oktober 2015 die Teilnehmer des gemeinsamen Symposiums der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) und der Christophorus Klinik kennen.

Dabei waren vor allem Führungskräfte der Polizei, Staatsanwälte und Richter, aber auch Psychologen und Psychiater eingeladen. Gemeinsam hatten Prof. Dr. Anja Schiemann, Fachgebietsleiterin der DHPol und Prof. Dr. Dieter Seifert, Ärztlicher Direktor der Christophorus Klinik für Maßregelvollzug das dreitägige Seminar koordiniert. Zahlreiche hochkarätige Referenten aus Polizei und Psychologie standen dabei auf dem Podium der Hochschule. Mit großem Interesse nutzten die Teilnehmer die abschließende Diskussionsrunde, bei der noch einmal betont wurde, wie wichtig die Zusammenarbeit und das gegenseitige Kennen beider Bereiche ist.

Bild: Auf dem Podium (v.l.): Dr. Axel Bötticher, Prof. Dr. Dieter Seifert, Prof. Dr. Norbert Leygraf.

Portraits hinterm Zaun

Kunstprojekt mit Patienten der Forensik

Ein Projekt der besonderen Art: Weiche Pinsel, sanfte Schwünge, Konzentration auf das Wesentliche. Noch besonderer: Die Menschen, die malen, werden gleichzeitig gemalt – und sind Patienten in der Christophorus Klinik, der Forensischen Psychiatrie der Alexianer in Amelsbüren. Künstlerin Cony Theis führte gemeinsam mit dem ergotherapeutischen Bereich der Klinik ein zweiwöchiges Kunstprojekt durch, das im wahrsten Sinne neue Ansichten und Einblicke schuf.

Ruhig arbeiten, sich konzentrieren, etwas in den Fokus nehmen, das fällt den Patienten in der Christophorus Klinik oft nicht leicht. Zu ihrem begangenen Rechtsbruch vor dem Hintergrund einer psychischen Erkrankung, die sie in den Maßregelvollzug brachte, kommt bei allen noch eine Intelligenzminderung. So ist das Kunstprojekt „Paar/Unpaar – Portraits in und aus der forensischen Psychiatrie“, an dem neun der insgesamt 54 männlichen Patienten teilnehmen, besonders spannend. Die Aufgabe: Sie malen die Künstlerin, die Künstlerin malt sie. Beides auf einem Blatt Papier mit zarter Aquarellfarbe.

Sich auf vielerlei Weise mit sich selbst zu beschäftigen ist Teil der Therapie im Maßregelvollzug. Als die Teilnehmer die fertigen Bilder von sich betrachten, daneben dann das Werk, das sie von Cony Theis schufen, sind sie sichtlich stolz. Das ist ein Bild von sich, das sie so vermutlich noch nie hatten. Es wertet nicht, ist aber gleichzeitig wertvoll – aus künstlerischer Sicht.

Der Umgang mit „schweren Jungs“ ist für Cony Theis nicht ungewohnt. Als Gerichtszeichnerin sitzt die Professorin für Bildende Künste oft mit Tätern Auge in Auge und bringt ihre Erlebnisse zu Papier.

Ausgestellt werden die Portraits ab dem 14. Februar 2016 im Kunsthaus Kannen in Münster-Amelsbüren.

Forensik Forum mit Henning Saß - Willensfreiheit?

Beim finalen Termin des Forensik Forums 2015 ist Prof. Dr. Henning Saß unser Gast. Der Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Forensische Psychiatrie war Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsklinik in Aachen. Als renommierter Gutachter hat er viele spektakuläre Kriminalfälle erlebt. Derzeit ist er u.a. in dem NSU-Prozess als psychiatrischer Sachverständiger zur Beurteilung von Beate Zschäpe tätig. Am Donnerstag, 29. Oktober 2015, 19 Uhr, spricht er zum Thema

Wille, Willensfreiheit und Schuldfähigkeit aus psychopathologischer Sicht“.

Das Thema Willensfreiheit ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der forensischen Psychiatrie gerückt und nicht zuletzt aufgrund neurobiologischer Forschungsergebnisse zum Teil intensiv und teils auch höchst kontrovers diskutiert worden. Mit Prof. Dr. Henning Saß konnten wir einen ausgewiesenen Experten auf diesem vielschichtigen Gebiet für unser Forum gewinnen.

Der Termin ist als Fortbildungsveranstaltung von der Ärztekammer Westfalen-Lippe anerkannt.

Die Veranstaltungen ist im Kunsthaus Kannen (Alexianerweg), der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und eine spannende Diskussion mit Ihnen!

Nachbarn zu Gast

Der jährliche Besuch der Nachbarschaft der Christophorus Klinik war Anfang September einmal mehr ein sehr konstruktiver Austausch. Nach einem informativen Teil mit Informationen rund um Belegung, Beurlaubung und Alltag der Patienten, bei dem auch durchaus kritische Fragen gestellt wurden, ging es zu einem Rundgang durch die Werkstätten. In diesem Bereich fertigen die forensischen Patienten nicht nur für interne Zwecke, etwa Dekorationsmaterial für die Klostergärtnerei, sondern auch für externe Auftraggeber. Darüber hinaus werden Fertigkeiten im Bereich Ton, Kunst oder Holz erprobt und Einzelstücke hergestellt. Momentan sind Gartenmöbel aus Paletten im Programm - wer noch Einwegpaletten abzugeben hat: Die Christophorus Werkstatt freut sich darüber! Aus den Resten wird übrigens Anfeuer-Holz für den Kamin gesägt und für fünf Euro pro Schüttmeter verkauft. Interessenten melden sich bitte über die Pforte, Tel. (02501) 966 40 000.

Schnittmengen zur Kinder- und Jugendpsychiatrie

Im nächsten Forensik Forum am

Donnerstag, 24. September 2015,

stellen Prof. Dr. Dieter Seifert und Dr. Christopher Kirchhoff, Ärztliche Direktoren der Christophorus Klinik und der Don Bosco Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Schnittmengen ihrer Arbeit vor. Zahlreiche Patienten im Maßregelvollzug hatten bereits in jungen Jahren Kontakt mit kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen. Wie die beiden medizinischen Fachgebiete gemeinsam einen wertvollen Beitrag zur individuellen Therapie auch eines erwachsenen forensischen Patienten leisten können, erörtern die beiden Experten.

Der Eintritt ist frei, los geht es um 19 Uhr im Kunsthaus Kannen.

Mit Musik und Magie

Sommerfest in der Christophorus Klinik

Bühne frei für Zauberer, Gesangstalente und handgemachte Musik! Beim Sommerfest in der Christophorus Klinik, dem Maßregelvollzug auf dem Gelände am Kappenberger Damm, brachten sich Mitarbeiter, Patienten und Gäste mit zahlreichen Beiträgen ein.

Entspannte Atmosphäre, ein einladender Kickertisch, bunte Fähnchen im Wind – für einen Moment vergaß man an diesem Freitag Mitte Juni fast, dass man sich hinter einem hohen Zaun befand und nicht kommen und gehen kann, wann man möchte. Zu einer Resozialisierung gehören eben nicht nur therapeutische Gesprächssituationen und Tagesstruktur, sondern auch das genaue Vorbereiten eines gemeinsamen Festes. Viele Bewohner hatten daher Vorführungen erarbeitet, ein Zauberer war zu Gast und die Theater- und Musikgruppe der Klinik feierten Premieren.

Neuer Flyer eingetroffen

Unser neuer Flyer über Allgemeines rund um die Christophorus Klinik ist druckfrisch eingetroffen - Klicken Sie hier für die online Version oder wenden Sie sich an den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Frau Echelmeyer (Tel.: 02501 966  20261), um ein gedrucktes Exemplar zu erhalten. Neues Bildmaterial über Arbeit und Alltag in der Christophorus Klinik finden Sie in Kürze auch im Bereich Bildergalerie.

NACHHOLTERMIN: Was ist eigentlich „Asozial“?

Prof. Dr. H.-L. Kröber

Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber spricht im Forensik Forum über Dissozialität

Egoismus und Außenseitertum zahlen sich nicht aus – warum gibt es dennoch viele Menschen mit dissozialer (oder umgangssprachlich „asozialer“) Lebensweise? Kooperation mit anderen ist auf Dauer erfolgreicher als Egozentrik. Schon Kinder lernen durch kooperative Kommunikation. Was bewegt einen Menschen schließlich, die Seiten zu wechseln, nicht nur die Ellenbogen auszufahren, sondern am Ende gar straffällig zu werden? Und ist Dissozialität am Ende gar eine Erkrankung? Über dieses Thema spricht der Berliner Psychiater Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber beim Forensik Forum der Alexianer

am Donnerstag, 25. Juni 2015 um 19 Uhr.

Kröber ist Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Freien Universität Berlin. Er war unter anderem Gutachter in den Kriminalfällen um Gustl Mollath und Ulvi K.

Die Veranstaltung ist im Kunsthaus Kannen, der Eintritt ist frei. Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Hagemann folgt auf Winterkamp

Vorstandswechsel im Beirat der Christophorus Klinik

Stadtdechant Jörg Hagemann ist der neue Vorsitzende des Klinikbeirates der Alexianer Christophorus GmbH in Münster-Amelsbüren. Er folgt auf Domkapitular Dr. Klaus Winterkamp, die Organisation des Katholikentages 2018 in Münster übernehmen wird und deshalb den Vorsitz des Beirates in der Sitzung am 19. März 2015 an Stadtdechant Hagemann übergeben hat. Hagemann ist seit 2014 Stadtdechant in Münster, vor seinem Studium der Theologie und der späteren Priesterweihe lernte er den Beruf des Krankenpflegers, trifft also in der Christophorus Klinik auf bekanntes Terrain.

Der Klinikbeirat der Forensischen Psychiatrie hat seinen Schwerpunkt auf der Beratung der Klinik, insbesondere deren Betriebs­leitung, in konzeptionellen und organisatorischen Fragen des Maßregelvollzugs, der Wiedereingliederung der Patienten sowie der Förderung des Verständnisses und der Akzeptanz der Aufgaben des Maßregelvollzugs in der Öffentlichkeit. An Entscheidungen, die sich auf einzelne Patienten beziehen, ist der Klinikbeirat nicht beteiligt. Dem Beirat gehören unter anderem Vertreter aus der Nachbarschaft,  Kirchengemeinden, Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen, Polizei und Justiz aber auch Parteien und Vereinen aus der Region an.

Bild: Abschied und Neubeginn im Klinikbeirat: (v.l.) Alexianer-Regionalgeschäftsführer Stephan Dransfeld, der neue Beiratsvorsitzende Stadtdechant Jörg Hagemann, Domkapitular Dr. Klaus Winterkamp, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Dieter Seifert.

 

Maßregelvollzug aus Sicht einer Strafverteidigerin

Mit dem Vortrag der Strafverteidigerin Ursula Knecht aus Münster starten die Alexianer das Forensik Forum für das Jahr 2015. Am Donnerstag, 19. März, spricht die Juristin darüber, wie sie den Maßregelvollzug bewertet. Denn auch der psychisch kranke Rechtsbrecher, der im Maßregelvollzug untergebracht ist, hat einen Anspruch auf Verteidigung, nicht zuletzt hinsichtlich einer möglichen Entlassung. Das gerichtliche Überprüfungsverfahren und die Anforderungen, die an die Beteiligten aus Sicht der Verteidigung zu stellen sind, wird in dem Vortrag ebenso dargestellt, wie Aspekte des Vollzugs der Maßregel. Dabei werden Art und Weise sowie Dauer von Therapie und Unterbringung beleuchtet, aber auch die Rechte und Pflichten der miteinander agierenden Personen und Institutionen. Beginn ist um 19 Uhr im Kunsthaus Kannen am Alexianerweg. Der Eintritt ist wie immer frei.

Termine für das Forensik Forum 2015

Auch im Jahr 2015 wartet das Forensik Forum mit spannenden Referenten und kurzweiligen Themen rund um den Maßregelvollzug auf!

Die Termine sind 19. März, 25. Juni, 24. September und 29. Oktober.

Wissenswertes zu Themen und Referenten erfahren Sie über einen Klick auf diesen Link

Bauprojekt auf dem Gelände

Dieses Bauprojekt hat nichts mit einer Erweiterung der Klinik-Gebäude und Aufstockung der Patientenzahlen zu tun. Vielmehr wird dort die Alexianer DaKS GmbH, unser IT-Dienstleister, ein sogenanntes „Backup-Rechenzentrum“ errichten, das die Datensicherheit und -sicherung auch der Christophorus Klinik garantieren soll. Nach dem Hochwasser im Juli wurde der erhöhte Standort innerhalb des Zaunes als besonders sicher gegen Wasser und unerlaubten Zugriff ermittelt. Zusätzlich stärken wir damit die Qualität unserer modernsten IT-Angebote.

Das kleine Gebäude wird also ausschließlich Technik beherbergen.

Die Baumaßnahmen haben in dieser Woche begonnen, im Laufe der kommenden Tage wird es zu regem Bauverkehr (Schwerlastkran etc.) auf dem Gelände kommen. Dieser wird jedoch engmaschig von der Münsteraner Polizei begleitet, so werden u.a. bei der Schleusung des Kranes auch Kräfte vor Ort sein.

Zwischen Knast und großer Freiheit

Beitrag im Bereich Versmolder Anzeiger der Zeitung Westfalen-Blatt über unseren Mitarbeiter Dieter Schäfer. Den kompletten Text lesen Sie nach einem Klick auf diesen Link.

 

Mit freundlicher Genehmigung des Westfalen-Blattes.

Musikalisches Sommerfest

Starke Stimmen auf der Bühne, Chefarzt an der Tischtennisplatte, Leckeres und Selbstgemachtes: Beim Sommerfest in der Christophorus Klinik hatten sich Mitarbeiter und Patienten ein unterhaltsames Programm einfallen lassen. Vor allem stand die Musik an diesem Tag im Vordergrund. Die Patienten konnten sich vorher bei musikalischen Mitarbeitern Lieder wünschen, die dann später auf der Bühne präsentiert wurden. Diverse Sportstationen sorgten für reges Treiben auf dem Gelände.

Traukulisse der besonderen Art

Erste Vermählung in der Christophorus Klinik.

Für Patienten und Mitarbeiter der Forensischen Christophorus Klinik der Alexianer wird der kommende Samstag ein besonderer Tag. Für Dr. Heinz Kammeier, langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Planungsbeirates der Klinik, und seine Frau Carola Peters läuten die Hochzeitsglocken – aber eben nur im übertragenen Sinne, denn die Trauung wird in der Kapelle der Forensik stattfinden. Dort sind zwar keine Glocken vorhanden, wohl aber ein besonderes Ambiente und bei Sonnenschein farbenfrohe Lichtspiele. Für Kammeier, der auch im jetzigen Beirat aktiv ist, ist die Ortswahl nicht verwunderlich, auch, wenn Zaun und Sicherheitsschleuse einen etwas ungewöhnlichen Rahmen für eine Eheschließung bieten. Als Persönlichkeit, die sich stets um größtmögliche Normalität innerhalb der Einrichtung in Amelsbüren, bemüht, war ihm eine Trauung dort ein großes Anliegen. Mit dem Ehepaar Kammeier-Peters feiern rund 30 Gäste, von denen laut Bräutigam „keiner Anstoß“ an der Lokalität nimmt.

NUr ein Spaß? Forensik Forum zum Thema sexuelle Übergriffe

Monika Egli-Alge

Nur ein Kuss im Spaß, oder schon eine Übergrifflichkeit? Die Grenze ist nicht immer klar gezeichnet. Was bei Menschen ohne Handicaps zu Missverständnissen führen kann, ist bei Menschen mit Behinderungen oft noch schwerer einzuschätzen. Wie geht man mit sexuellen Bedürfnissen geistig behinderter Menschen um? Was ist in Ordnung, was nicht, was steckt vor allem dahinter? Wichtige Informationen zu diesem Thema vermittelt die Schweizer Wissenschaftlerin Monika Egli-Alge am Donnerstag, 5. Juni, im Forensik Forum der Alexianer. Egli-Alge leitet das Forensische Institut Ostschweiz und erklärt, wie man therapeutisch bei zwanghaftem sexuellen Verhalten arbeitet. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Kunsthaus Kannen, alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist wie immer frei

Stippvisite durch Weihbischof Zekorn

Weihbischof Zekorn (Mitte) in der Christophorus Klinik

Der Einladung von Betriebsleitung und Seelsorger Pfarrer Bernhard Hertwig folgte Weihbischof Stefan Zekorn gerne: Am 8. Mai stattete der für die Region Münster-Warendorf zuständige Weihbischof der Christophorus Klinik einen Besuch ab und machte sich ein Bild über die Arbeit in einer forensischen Psychiatrie.

 

 

Blumiger Gruß für Geistschüler

Christophorus Klinik bedankt sich für Spende.

„Eine große Geste“ der Schülerinnen und Schüler der Geistschule in Münster sei es gewesen, darin waren sich alle Beteiligten einig. Die Jugendlichen hatten in der Vorweihnachtszeit Geld gesammelt und erarbeitet, um dieses in Geschenke für die Patienten der Christophorus Klinik in Münster umzuwandeln. Große Bongo-Trommeln für die Musiktherapie, Kaninchenställe für die tiergestützte Therapie und eine kleine Finanzspritze, dazu nette Grußkarten  - solche Weihnachtsgeschenke empfangen die Patienten nur selten.

Umso größer war die Freude bei den 400 Schülern, als Prof. Dr. Dieter Seifert, Ärztlicher Direktor, persönlich das Dankeschön der Patienten vorbeibrachte: handgetöpferte Blumentöpfe, farbenfrohe Pflanzen und hölzerne Kaninchen aus der Christophorus-Werkstatt schmücken nun die Essräume der Geistschule. Mit Jubel und viel Applaus nahmen die Jugendlichen die Grüße entgegen.

Forensik Forum: Supervision im Maßregelvollzug am 13. März 2014

Am kommenden Donnerstag, 13. März 2014, startet das Forensik-Forum der Alexianer in eine neue Runde.

Seit mehr als 10 Jahren informiert die Betriebsleitung regelmäßig alle interessierten Bürger über Wichtiges und neue Entwicklungen rund um den Maßregelvollzug. Den Auftakt macht in diesem Jahr Lettie Theunissen-Schuiten.

Die Managerin für „Team-Development“ bietet regelmäßig Supervision, also berufliche Beratung, für die Mitarbeiter der Christophorus Klinik an. Warum ist es gerade für Mitarbeiter in psychosozialen Berufen so wichtig, regelmäßig ihre Arbeit zu reflektieren, auf den Prüfstand zu stellen und sich mit den Kollegen auszutauschen?

Über die Besonderheiten und die Bedeutung der Supervision im Maßregelvollzug spricht Frau Theunissen-Schuiten ab 19 Uhr im Kunsthaus Kannen in Amelsbüren. Der Eintritt ist wie üblich frei, alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen!

Forensik Forum 2014

Die Planung für das Forensik Forum steht.

Über einen Klick gelangen Sie zum Jahresprogramm 2014.

Spende für Bücherei

Mit einem vorweihnachtlichen Geschenk kamen Alice Spogis und Sandra Lüpkes von der Münsteraner Autorengruppe "Syndikat" in die Christophorus Klinik. Bei einer Lesung hatten die Schreiber 400 Euro eingenommen, die sie nun für die neu entstehenden Patienten-Bücherei in der Christophorus Klinik spendeten. Obendrauf packten die Autoren noch jeweils ein eigenes Printwerk - natürlich handsigniert! Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Dieter Seifert und Pflegedirektor Renko Janßen freuten sich sehr über das Geschenk, das dafür sorgt, dass die noch junge Bücherei bald um einige Werke mehr bestückt sein wird. 

Psychiatrie der Brandstiftung

Die Christophorus Klinik GmbH lädt herzlich zum "Finale" des diesjährigen Forensik Forums ein. Mit Priv.-Doz. Dr. Winfried Barnett aus Berlin kommt am Donnerstag, 10. Oktober erneut ein hochrangiger Referent aus der Forschung zu uns.

Er spricht zum Thema

"Psychiatrie der Brandstiftung".

Wie wird ein Mensch zum Brandstifter? Was geht in ihm vor, wenn die Flammen lodern? Wie kann man Brandstifter therapieren? Diese und mehr Fragen können gemeinsam mit dem Referenten erörtert werden.

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr im Kunsthaus Kannen. Der Eintritt ist wie immer frei, alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Zum Referenten:

Priv.-Doz. Dr. Winfried Barnett ist forensischer Gutachter, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Forensische Psychiatrie und Psychotherapie. Zuletzt war er bis 2010 leitender Arzt der Forschungsabteilung des Zentrums für Psychotraumatologie am Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Seit Ende 2010 ist er freiberuflicher forensisch-psychiatrischer Sachverständiger und Honorararzt in Berlin.

Sicherungsverwahrung = Besserungsverwahrung?

Priv.-Doz. Dr. Elmar Habermeyer

Zum zweiten Forensik Forum 2013 lädt die Christophorus Klinik alle interessierten Besucher am Donnerstag, 6. Juni, ein. Zu Gast ist Priv.-Doz. Dr. Elmar Habemeyer, der über seine Arbeit und seine Sicht auf die Sicherungsverwahrung spricht.

Sicherungsverwahrung = Besserungsverwahrung?

lautet das Thema des Forums, das um 19 Uhr im Kunsthaus Kannen in Amelsbüren beginnt. Der Eintritt ist wie immer frei, wir freuen uns auf eine anschließende Diskussion.

Priv- Doz. Dr. Elmar Habermeyer ist Direktor der Klinik für Forensische Psychiatrie an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich.

Forensik Forum mit Andreas Tänzer

Andreas Tänzer. Foto: privat

Das Forensik Forum ist seit Jahren ein fester Bestandteil im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Christophorus Klinik. Auch 2013, dem bereits zweiten Jahr des Bestehens der Klinik, möchten wir diese Veranstaltung fortsetzen.

Den Anfang macht am 18. April 2013 Andreas Tänzer, Chefarzt und Vollzugsleiter der KHR Psychiatrie Wunstorf mit dem Schwerpunkt

 „Vernetzung Forensischer und Allgemeiner Psychiatrie – Wer kann profitieren?".

Beginn ist um 19 Uhr im Kunsthaus Kannen. Der Eintritt ist frei.

 

Zum Referenten:

Andreas Tänzer ist Psychiater und Psychotherapeut sowie forensischer Psychiater. Seine Facharztausbildung mit dem Schwerpunkt Sozialpsychiatrie hat er  bei Prof. Dr. Asmus Finzen und Prof. Dr. Andreas Spengler in Wunstorf absolviert. Nach langjähriger Oberarzttätigkeit in der Allgemeinpsychiatrie (offene Akutbehandlung, hochstrukturierte Behandlung für schwer und chronisch psychisch Kranke) hat er seit 1998 die forensische Klinik in Wunstorf mit rund 100 stationären Plätzen sowie einer forensischen Nachsorgeambulanz mit ca. 110 Patienten aufgebaut. Seit 2005 ist er Chefarzt und Vollzugsleiter der seitdem fachlich verselbständigten Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch,

"Vor Gott ihr Ansehen behalten" - Beitrag in den Westfälischen Nachrichten

Bürgermeister-Besuch in der Christophorus Klinik

Spannende Eindrücke in der Werktherapie der Christophorus Klinik (v.l.): Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Dieter Seifert, Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller, Hörstels Bürgermeister Heinz Hüppe, Alexianer-Regionalgeschäftsführer Stephan Dransfeld und Pflegedirektor Renko Janßen.

Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller besuchte jüngst gemeinsam mit Hörstels Bürgermeister Heinz Hüppe die Christophorus Klinik in Münster-Amelsbüren. Begrüßt wurden sie dort vom Ärztlichen Direktor und Klinikleiter Prof. Dr. Dieter Seifert, der sie zu einem informativen Rundgang einlud.

Bekanntermaßen soll in Hörstel eine neue Klinik für den Maßregelvollzug entstehen. Mit dem von Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller initiierten Besuch konnte sich Hüppe jetzt ein Bild von der erst im Jahr 2011 in Betrieb genommenen und damit modernsten forensischen Klinik Nordrhein-Westfalens machen.

In der Christophorus Klink werden straffällig gewordene Patienten behandelt, für die ein Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet hat. Für jeden Patienten wird ein individuelles Behandlungsprogramm erstellt. Langfristiges Ziel ist es, jeden Patienten auf ein Leben außerhalb der forensischen Klinik vorzubereiten, ohne dass er in straffälliges Verhalten zurück verfällt.

Anfang 2013 soll dann noch ein weiterer Besuch mit Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel stattfinden.

Forensik: Die große Verdichtung des Glaubens

"Vor Gott haben sie ihr Gesicht nicht verloren" – Hertwig vor einem Buntglasfenster der Klinik-Kapelle.

Münster-Amelsbüren. Auf dem Weg in seine Gemeinde muss er Barrieren überwinden: Das Wachpersonal sucht den Augenkontakt, die Metallschlösser klicken, Sicherheits-Schleusen muss er hinter sich lassen. Schließlich holt er noch jenen Pieper aus seinem Fach, der ihn zu jeder Zeit mit den Sicherheitsbeamten der Klinik für psychisch kranke, intelligenzgeminderte Straftäter verbindet. Und auch wenn Pfarrer Bernhard Hertwig die Forensik in Münster-Amelsbüren schon betreten hat, bleibt die Situation mit den Menschen seiner Gemeinde eine außergewöhnliche. In die Zimmer der Patienten hinter den Sicherheitstüren geht er nur in Begleitung, und auch zu den Gottesdiensten kommen sie unter Aufsicht. "Vier Patienten haben dann ein Begleiter", erklärt Hertwig.

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